Freitag, 8. September 2017

kleine Werke


Neuen Werke

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Jahreszeitenwende

Winternacht


Fantasie II

Schmerzvoll


Winter am See



Fantasie I


Sonnenblume



Herbst am Kanal
Heidelandschaft


Am Bach






Herbst-Silberpaar

Toscana I


Toscana II

Winter Salzelmen 2011

Freitag, 21. Juli 2017

Anthologie : Sternenjahr und Märchenzeit im Karina Verlag

















Das traurige Goldblättchen
 

Es war eines Morgens nach einer leisen Sommerregennacht. Gleich neben der Gartentür stand im Vorgarten die größte und schönste Sonnenblume. Sie sah so wunderschön aus und strahlte in einem herrlichen Goldgelb. Deshalb hatte sie auch den Namen Goldblättchen bekommen. Jeder, der an der Tür vorbeikam, verweilte dort und bewunderte sie.
Heute aber stand sie da mit gesenktem Kopf und traurigen Augen.
In den Augenwinkel und auf den Wangen waren Tränen zu sehen.
Es dauerte nicht lange, da kam der Brausewind vorbei und rief, he du Goldblättchen, ich möchte doch deine schönen Augen und dein strahlendes Gesicht sehen. Aber, was ist das? Sehe ich da etwa Tränen? Ach, lieber Brausewind, antwortete das Goldblättchen, ich bin sehr aufgeregt und traurig. Ja, ja, sagte der Brausewind, das sehe ich. Was ist denn geschehen, dass Dich so traurig gemacht hat? Ach weißt Du, klagte das Goldplättchen, als der Tag heute erwachte und die ersten Vöglein vorbeiflogen, hörte ich Pieps zu seiner Mama sagen: „Schau Mama, hier ist Onkel Sturmgebraus bestimmt nicht vorbeigekommen. Die Blümlein stehen hier alle genau so schön, wie gestern. Keins ist umgefallen und liegt auf der Erde, wie vorhin auf dem Sonnenblumenfeld.“ Weißt Du Brausewind, sagte Goldblättchen, das hat mich sehr erschreckt. Auf diesem Feld dort drüben bei der Mühle von Bauer Hinrich, leben viele Verwandt von mir. Jedes Jahr hilfst Du und die Biene uns mit dem Verteilen des Blütenstaubes, dass unsere Familie immer größer wird und nie ausstirbt. Aber Dein Bruder Sturmgebraus, richtet manchmal in einer einzigen Nacht großen Schaden an. Ich habe große Sorge, was dort in der letzten Nacht geschehen ist. Weißt Du, sagt Brausewind, ich fliege kurz mal rüber und will schauen, ob es wirklich so schlimm ist. Vielleicht haben sie sich ja wieder erholt und warten jetzt auf die ersten Sonnenstrahlen, um sich mit deren Hilfe wieder aufzurichten. Ach lieber Brausewind, ruft Goldblättchen freudig, das würdest Du für mich tun? Na klar, ruft er und pustet sanft über ihre Blütenblätter. Du riechst aber gut flüstert er ihr zu, Du, die schönste der Sonnenblumen. Deinen herrlichen Duft werde ich mit über das Land tragen. Alle sollen wissen, wie gut Du riechst und wie schön Du bist.
So kommst Du mit mir mit und wir sehen beide nach den anderen Sonnenblumen.
Noch einmal tief eingeatmet und mit einem kräftigen Pusten, schob er die Wolken vor der Sonne beiseite. Oh, wie strahlt der Tag auf einmal. Die Sonne sieht voller Stolz auf ihr Goldblättchen herunter, deren Gesicht von einem goldenen Blätterkranz eingerahmt wird.
Sie ruft dem Brausewind zu, kannst Du mir sagen, weshalb das Goldblättchen so traurig ist?
Ja, sagt er und erzählt der Sonne welche Sorgen das Goldblättchen quälen.
Oh, das tut mir leid, ruft die Sonne, da müssen wir unbedingt helfen. Die Sonne denkt sich in diesem Moment, ich werde dem Goldblättchen eine Freude bereiten, dann wird ihr wieder leichter ums Herz. Sie ruft den Schmetterling Sonnenröschen. Liebes Sonnenröschen, sagt sie zu ihm, schau, wie traurig unser Goldblättchen ist. Sei so lieb und schenke ihr ein paar Streicheleinheiten.  Sonnenröschen macht sich gleich auf den Weg. Sie schwirrt um Goldblättchen herum und berührt sanft die Blütenblätter der Blume mit ihren Flügeln und streichelt sie zart. Siehe da, das Gesicht der Sonnenblume wird heller und heller, sie richtet sich wieder ganz auf und strahlt aus allen Blütenblättern. Das Herz ist ihr bei den Liebkosungen ganz leicht geworden. Du lieber Brausewind, ruft die Sonne, mach Dich auf zum Sonnenblumenfeld und schau, wie es den anderen Sonnenblumen geht. Eins noch, wenn Du zurückkommst, bring Deinen Bruder Sturmgebraus mit. Wir müssen mit ihm reden. Sage ihm aber, er solle sich zurückhalten und nicht solchen Wind machen. Ui, macht der Brausewind, verabschiedet sich von der Sonne und fliegt davon. Er ist voller Freude, dass sie dem Goldblättchen helfen wollen und er stimmt sein Lieblingslied vom Sturmgebraus an. Sturmgebraus ist sein großer Bruder. Er bringt den Menschen schmerzende Knochen und Glieder, verwüstet Felder und Gärten, deckt Dächer ab und noch vieles mehr. Von Weitem hört Sturmgebraus schon seinen kleinen Bruder kommen, denn der singt ja noch immer sein Lied. Oft hatte der kleine Bruder ihn gebeten mit ihm zu singen, aber das würde er nie tun.
Er wundert sich oft, wie zart und sanft der Kleine sein konnte, so ganz anders als er selbst.
He Sturmgebraus, ruft Brausewind, ich soll Dich zur Sonne mitbringen. Wir müssen eine Versammlung  abhalten.  Boa, plusterte sich Sturmgebraus auf, wieso denn das?
Jetzt wurde auch der Kleine etwas lauter und kräftiger in seiner Stimme. Das fragst Du noch, ruft er dem großen Bruder zu. Du bist doch heute Nacht über die Felder gebraust mit Sturm und Regen. Sollst ja manchen Schaden angerichtet haben. Die Vögel haben davon berichtet.
Da laust mich doch der Wind, brüllt Sturmgebraus und dabei entweicht ihm ein heftiger Windzug.Vorsicht, Vorsicht, ruft Brausewind, die Sonne hat Dir verboten dich aufzuregen und solch ein Wind zu machen. Ho, ho, das wird ja immer schöner, ich puste, wann immer und wie stark ich will. Siehst Du, darum geht es. Wenn wir alle in einer guten Gemeinschaft in Ruhe und Frieden leben wollen, müssen wir gewissen Regeln einhalten.
Ja, ja, papperlapapp, nur keiner hält sich an diese Regeln. Hör doch auf.
Das ist es ja, ruft Brausewind, irgendeiner muss doch mal anfangen, es allen vorzuleben, vielleicht werden dann alle anderen vernünftig und tun es ihm gleich.
Na, ja kleiner Bruder, sagt Sturmgebraus, Du bist ganz schön schlau und so werde ich eben mit dir gehen und mir anhören, was die Sonne zu sagen hat.
Erst kommst du aber mit zum Sonnenblumenfeld von Bauer Hinrich. Da kannst du dich selbst überzeugen, dass es nicht stimmt, was die Vögel erzählt haben.
Tatsächlich, als sie das Feld erreichen, stehe alle Sonnenblumen aufrecht und wunderschön strahlend unter der hoch am Himmel stehenden Sonnen
Siehst Du, brummt Sturmgebraus, habe ich doch gesagt, dass es nicht stimmt.
Die Blumen, welche hier am Rand liegen, waren schon sehr alt und gebrechlich.
Deren Zeit war leider abgelaufen.
Den Anderen schadet so ein kleiner stürmischer Regenschauer nicht, die können das ab.
Wenn wirklich mal eine schlapp macht, haben sie meistens einen starken Freund zur Seite, der es versteht, sie wieder aufzurichten.
Ja, sagt Brausewind, manchmal genügt ein lieber Freund, der sein großes grünes Blatt um den anderen legt, ihn wärmt und schützt. Ihn einfach lieb hat.
Ach, knurrte Sturmgebraus, hör mir doch auf mit der Liebe.
Nein, nein Bruder, lachte Brausewind, nicht die Liebe, wie Du sie meinst.
Ich meine Liebe, die Wärme, Schutz, Geborgenheit gibt. Einfach mal den Anderen in den Arm nehmen und zuhören, für ihn da sein.
Das ist mir zu hoch, brummte Sturmgebraus. Er konnte es nicht leiden, wenn sein kleiner Bruder so klug daher redete. Komm, lass uns weiterziehen!
Als sie endlich im Vorgarten ankommen, werden sie vom Goldblättchen schon sehnsüchtig erwartet. Brausewind berichtet, dass auf dem Sonnenblumenfeld alle wohlauf sind.
Goldblättchen taumelt ein wenig und endlich fällt die ganze Last der Angst und Sorge von ihren zarten Schultern. Danke, ruft sie, danke liebe Freunde, wenn ich euch nicht hätte.
Sturmgebraus bläht sich mächtig auf und ruft neunmalklug, dafür sind doch Freunde da.
Alle sehen sich erstaunt an und müssen herzhaft lachen.
Die Sonne sagt, seht ihr, sogar Sturmgebraus hat es nun verstanden, auch ohne eine Versammlung. Ich werde jetzt langsam die Stufen hinunter steigen in die andere Hälfte der Welt. Schlaft alle schön, morgen sehen wir uns wieder.
Als der Abend hereinbricht und Herr Mond die Nachtschicht übernimmt, steht das Goldblättchen immer noch mit einem Lächeln im Gesicht und etwas verträumt auf ihrem Platz im Vorgarten. Sie denkt an die Liebkosung von Sonnenröschen und das Kuscheln mit der Rosenhecke. Langsam fallen ihr die müden Äugelein zu.
Selbst im Traum lächelt sie noch selig, dankbar für all die Liebe, die sie heute von ihren Freunden bekommen hat.


5. Seite AutorInnen "Farbspiel" im Band "Farbspiel" (Bunt)














Das Sonnabendsglückskind
oder Klümpchen
Es war einmal in einem kleinen Ort im Klumpenland.
Das Klumpenland hatte endlich diesen braunen Bösewicht besiegt und konnte wieder in eine fröhliche Zukunft sehen.
Wo vorher noch alles grau in grau war, wurde es wieder bunter und bunter.

Es ist kaum zu glauben, aber im Klumpenland waren alle Farben viel schöner, alle Gerüche intensiver, als wir uns das je vorstellen können.
Die Mädels sangen Lieder, sirenengleich und die Buben führten sie zum Tanz.
Endlich konnten sie wieder sorgenfrei leben und fröhlich sein.

Eines Tages aber, merkte eines der Mädchen, dass sie werdendes Leben unter ihrem Herzen trug.
Das war dem Mädchen gar nicht recht. Zu Ende war die sorglose Zeit. Keine Tänze mehr mit den schönsten Buben der Stadt.
Alles, was sie bisher liebte und lebte, ward ihr mit einem Schlag genommen.
Der Vater des kleinen Klümpchen, welches in ihr heranwuchs, hatte sie geheiratet. Sie war verbittert, denn so hatte sie sich ihr neu gewonnenes Leben nicht vorgestellt. Doch, was sollte sie machen? Sie ergab sich scheinbar ihrem Schicksal. Aber, was da unter ihrem Herzen wuchs, war schon jetzt nicht willkommen.
Sie nannte es das Ding und wenn sie mit ihm sprach. Sie sagte sie: „Weshalb musstest du jetzt kommen. Meinem schönen Leben ein so jähes Ende bereiten? Kannst du nicht wieder weggehen? Bei anderen  passiert das doch auch.“
Das „Ding“ in ihrem Bauch hörte diese Worte genau. Es spürte, dass es nicht willkommen war und hatte schon jetzt Bange, in diese Welt ungefragt hinein zu müssen.
Was konnte es schon tun? Ob es wollte oder nicht, es musste hinein in dieses Leben.
Jetzt erst recht, dachte das kleine Ding.
An einem herrlichen Herbsttag, einem Sonnabend im Oktober, rutschte es in diese Welt.
Es gluckerte und blubberte um das Ding herum. Es hörte Engelchen singen, die sich freuten, dass es nun endlich da war.

Na, sagte die kleine, rundliche Frau mit roten Wangen zu der Mutter, schauen sie, hier ist ihr kleines Klümpchen.
Sie sah nur kurz auf, denn sie war noch total fertig, von dem, was sie gerade hat durchmachen müssen und sagt nur: “ Eh, ist die hässlich. Die will ich nicht haben!“
Die Hebamme nahm das kleine Klümpchen und drückte es an ihr Herz.
Ach, sagte sie, mach dir nichts draus, das ändert sich noch. Sie wiegte das kleine Klümpchen noch ein Weilchen in ihren Armen. Es sollte doch spüren, dass es willkommen ist.
Das kleine Klümpchen aber, hatte nicht anderes erwartet. Neun Monate hatte es zu hören bekommen, es sei nicht gewollt.
Nie hatte die Hand ihrer Mutter sanft über den Babybauch gestreichelt und ihm gezeigt, ich liebe Dich.
Doch nun war es hier und die Mutter musste es tatsächlich mitnehmen, als sie entlassen wurde.
Die war sichtlich froh, den Klumpen nicht mehr in sich zu haben. Wann immer sie konnte, sperrte sie den Klumpen ein und ging heimlich tanzen und sich amüsieren, wenn der Vater arbeiten war.
Klümpchen versuchte sehr zeitig, die Mutter auf sich aufmerksam zu machen.

Als die Mutter eines Tages mit dem Klümpchen aus dem Dorfladen kam, ließ sie das Einkaufnetz und das Klümpchen einfach auf den Küchenfußboden nieder und ging sich ausruhen.
Langweilig wurde dem Klümpchen und Wärme fehlte ihm wie immer.
Langsam krabbelte es zu dem Einkaufnetz.
Erst mal untersuchen, was da so alles drin war. Oh, jetzt hatte es etwas entdeckt. So ein rundes Ding. Wenn Omi da war, hatte die auch immer so ein Teil. Das machte sie immer auf und schmierte dem Klümpchen das Gesicht ein. Omi nannte das immer Creme.
Mal schauen, ob hier auch so etwas drin ist. Das Klümpchen brauchte einige Zeit, bis sie es endlich aufbekam. Oh, das sah aber schön aus, anders als bei der Omi. Als sie mit ihrer kleinen Patschhand darüber strich, hatte diese die selbe Farbe, wie der Doseninhalt. Wie Klümpchen es von Oma gewohnt war, strich sie sich die kleinen Finger durchs Gesicht. Das riecht aber gut, dachte sie und fuhr erneut mit Hand über die Creme.

Der Vater hatte vor einer Woche eine neue Küche gekauft. Eierschalenfarbe- Hochglanz. Oh, oh Ihr könnt Euch sicher denken, was jetzt kommt?
Das Gesicht hatte Klümpchen ja schon eingerieben, wohin also mit der Hand jetzt? Schwups, da patschte Klümpchen an den Küchenschrank. Oh, das sah lustig aus, gleich noch einmal.
In diesem Moment kam die Mutter in die Küche. Was hast Du denn da gemacht und wie siehst Du überhaupt aus. Wenn das Dein Vater sieht, kannst Du aber was erleben. Sie Zerrte das Klümpchen am Arm zum Waschbecken und begann  Händchen und Gesicht zu schruppen. Sorge, dass sie etwas davon in den Mund gesteckt haben könnte, hatte sie nicht.
Dann machte sie sich über den Küchenschrank her. Sie schruppte und scheuerte und die Farbe ging auch ganz gut runter, aber leider auch der Lack und die Farbe des Schrankes. Zwei weiße stumpfe Flecken waren jetzt an der Tür.
Als der Vater nach Hause kam, schaute das Klümpchen ihn ängstlich an.
Der Vater aber nahm sein Klümpchen auf den Arm, fragte seine Frau, ob sie etwa auch etwas in den Mund genommen hätte. Ich glaube nicht, gab sie zur Antwort. Der Vater setzte das Klümpchen in den Babystall und nun bekam die Mutter ordentlichen Ärger.
Als die Mutter in der nächsten Nacht das Klümpchen auf das Töpfchen setzte, sagte die Mutter mit verstellter tiefer Stimme:
„Der Neger hat sein Kind gebissen, hu, hu, hu.“  Das Klümpchen erschrak so sehr, dass es ausholte und der Mutter ins Gesicht schlug.
Das hat diese ihr immer und immer wieder vorgehalten in späteren Jahren.

Der Schrank lebte noch 24 Jahre in der Familie immer mit den zwei weißen
Flecken, wo vorher das braune Bohnerwachs war.

 und:

Bubi, .we miss you

kurze Zeit zu Beginn, waren die Fensterscheiben zu
mit bunten Zetteln vom „Pin“.
sie sollten zeigen Dir,
hier geht es nicht raus, wo klebt das Papier.
du warst sehr eifrig beim Lernen
so konnten wir schnell sie wieder entfernen.

machtest  du einen Buckel  auf der Tür
sagte ich du Geier zu dir
wir sprachen dich mit Bubi 1-stein an
und was machtest du daraus dann
Bubi, Bubi Einsteinchen
oder  Einsteinchen, -chen, -chen

lag es an uns oder an dir
wir sprachen täglich mit dir
Gisi brachte dir „Bildung“ bei
ich hatte´ne Spaßseite auf meinem Blog dabei.
Freunde hattest du bis in Amerika
wo Sandra gern auf deine  Seite sah

„Herr Kohl“ hat´s mit dir nur gut gemeint
der hatte viel übrig für dich mein Freund
wie oft hast Du bei mir auf der Schulter gesessen
oder wolltest bei Gisi mit kochen das Essen.
da kannte sie aber keine Gnade
du musstest nach Haus und fandest es schade.

eitel warst du auch wie besessen
hast stundenlang vorm Spiegel gesessen
höre noch heute deinen Gesang
butsche, butsche es immer klang.

hörten wir auf zu reden
hast du eines sehr früh gemacht
mit deinem Schnabel uns berührt ganz sacht
als wolltest Du sagen, mach weiter, mach

am liebsten hörtest du Gisis Bubilein ging allein….
und wenn ich sang willst du mein Freund sein
eines Tages ich glaubte es kaum
hörte ich „freund sein“ wie im Traum.

dann kam die Zeit, da wurdest du Mann
der kleine Dalmatiner hatte es dir angetan
nur gefüttert hast du alle anderen wer es auch sei
aber Liebe nur mit einem, da warst du treu

habe ich mir die Hände gewaschen
versuchtest du immer eine Hand zu erhaschen.
das Planschen hatte  was
und du warst froh, wenn du richtig nass

die Küche hatte es Dir auch angetan
meistens am Becken oder Wasserhahn
leere Teller Gott sei Dank
machtest du nach dem Essen blitzeblank
Basilikum Erdbeeren noch im Papier
hatten keine Ruhe vor dir.

bei Käse Gehacktes und Mortadella mussten wir aufpassen
sonst warst du schneller
jeden Morgen in den letzten drei Jahren
war Gisi es bei dir Ordnung zu bewahren
sie putzte dein Haus wie unsere Zimmer
 sorgte für Trinken und Fressen und besprühte dich immer

kamen wir beide Mal gemeinsam nach Haus
folgte beim ersten Schlüsseldreh dein pfeifender Applaus
nun ist es still du bis entflogen
Neugierde hat dich aus dem Fenster gezogen
Gisi hat eine Tag lang geweint
und ich war nicht da mein kleiner Freund.
                                                                      
we miss you